mai
einen spalt breit steht das fenster offen hinaus zum hof. da ist frühling draußen. stunde um stunde erfinden die bäume neue farben, der wind trägt sie zu meinem fenstersims. drinnen stecke ich meine hände in dicke arbeitshandschuhe und male gott als einen punkt an die wand. der schweigt schon die ganze zeit aber das rauschen der blätter möchte in meinen ohren ein haus besetzen, wo es winterlang wohnt und zärtlich dort bleibt.